Aktivitäten und Projekte der Bürgerinitiative zum Erhalt der Alpseelandschaft

 

Im nächsten Sommersemester wird Dr. Joachim Rathmann, Geograph an der Uni Augsburg, ein Projektseminar zur Bewertung von Ökosystemdienstleistungen am Beispiel des Alpsees durchführen. Dr. Rathmann war Teilnehmer an der Podiumsdiskussion der Bürgerinitiative zum Erhalt der Alpseelandschaft am 2.2.2015 in Immenstadt und hat sich in diesem Zusammenhang bereits intensiv mit der Materie vertraut gemacht. In dem Projekt soll der ökonomische Wert unserer Landschaft, speziell der Aspekt der Erholung bemessen werden. Die dabei gewonnenen Daten werden mit dem zu erwartenden ökonomischen Zugewinn durch den Bau der geplanten Hotelanlage verglichen. Dies kann im Weiteren eine konkrete politische Entscheidungshilfe darstellen und gleichzeitig helfen, den politischen Diskurs zu versachlichen.

Die Allgäu GmbH sucht in einem Wettbewerb „Neue Ideen fürs Allgäu“ und verknüpft dies mit der Aufforderung, selbst Heimat zu gestalten. Für die Bürgerinitiative war dies der Anlass, für die Projektkategorie "Ortsentwicklung und Lebensqualität" einen Beitrag zu verfassen, in den sie Ideen einbrachte. Möglichst viele Bürger und Gäste sollen von einer durchdachten Ortsentwicklung von Bühl profitieren. Dabei ist es wichtig, einen intelligenten Weg zwischen dem Erhalt der Landschaft und der Weiterentwicklung des Ortspotentials zu beschreiten.

Die vorgestellten Projekte reihen sich ein in die Bemühungen um ein umfassendes Tourismuskonzept.
So hat der international bekannte Architekt und Städteplaner Prof. Wagner aus Chur sich auf unsere Bitte intensiv mit den Chancen und Risiken des geplanten  Hotelprojekts auseinandergesetzt und diese ausführlich den Immenstädter Bürgern nahe gebracht. Dr. Walter Molt hat sein touristisches Konzept für Bühl und Immenstadt in einem ausführlichen offenen Brief an P. Elgaß erläutert und ist dabei auch konkret auf die Problematik des geplanten Hotels eingegangen.

All diese Aktivitäten zeigen, dass es der Bürgerinitiative zum Erhalt der Alpseelandschaft keineswegs um Stillstand oder Blockade geht, sondern dass sie bereit ist, konstruktiv an sinnvollen Lösungen für die Tourismusentwicklung mitzuarbeiten.