Unabhängige Experten sind sich einig: 

Wir brauchen mehr Zeit!


Deshalb:

 Lesen Sie weiter

Eine Zusammenfassung des Vortrags von Prof. Wagner am 2.2.2015 und die Stellungnahmen der beiden anderen Fachleute finden Sie hier.






                               Weitere Argumente der BI zum Erhalt der Alpseelandschaft gegen den Hotelkomplex

  • Ein großes Hotel braucht viel Platz und eine gute Erreichbarkeit.
    Beides ist an diesem Standort nicht gegeben.
    Die Erreichbarkeit über den Trieblingser Weg ist ungeeignet, weil dieser im Sommer jetzt schon überlastet ist.
    Weiteres Verkehrsaufkommen zerstört den für Besucher sensiblen Bereich, den Eindruck intakter Natur. Das wirkt sich negativ auf den Aufenthaltswert in der Landschaft aus.

  • Das Hotel bedeutet für die Stadt nur den Anfang weiterer Baumaßnahmen. Eine Umfahrungsstraße, ein weiteres Baugebiet im Bereich der Nachtloipe, ein Lärmschutzwall sind im Gespräch. Weitere Bauprojekte werden folgen. Der letzte tätige Landwirt wird zur Aufgabe seines Betriebes gezwungen. Das Negative beginnt ganz klein und später fragt man sich, wie hat das eigentlich begonnen?

  • Das Hotel ist viel zu groß, die Gastronomie zu abseits, sie wird nicht ausgelastet sein. Im Winter ist die Lage kaum sonnenbeschienen.

  • Die Gesellschaftsform des geplanten Hotels mit bis zu 30 Eigentümern ist unberechenbar, der Erfolg ist nicht garantiert und nicht vorhersehbar. Der Fall des Scheiterns kann nicht ausgeschlossen werden, was dann? Wer sind dann die Ansprechpartner?
    Die Stadt kann jederzeit ihren Beschluss ändern und Ferienwohnungen erlauben.
    Die befürchteten Rollladensiedlungen entstehen. (Details s. Machbarkeitsstudie Dr. Walter Molt).

  • Die städtische Liegewiese kann von der Stadt der Hotelanlage zugesprochen werden. Wir haben keine Sicherheit, dass die Liegewiese öffentlich bleibt, beeinträchtigt wird sie durch die massive Bebauung immens.

  • Das Konzept eines Hotels mit verkauften Chalets, deren Käufer hohe Renditen versprochen werden, ist Teil einer Kette von Hotels. Angefangen in Thalkirchdorf, etwas größer bereits fertiggestellt in Oberstaufen, im großen Stil geplant für Immenstadt und angeboten in Schliersee.
    Herr Mangstl ist ein international agierender Investor, der ständig auf der Suche ist nach geeigneten Grundstücken für sein Hotelkonzept.
    Verkauft die Stadt die Wiese, möchten die Investoren an ihrem 25-Millionen-Projekt fünf Millionen verdienen. Aber die Wiese ist dann für immer für Immenstadt verloren.

  • Es gibt eine immaterielle Wertsteigerung durch den Luxus unbebauter Flächen am See für alle Besucher. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal im Tourismus durch das einzigartige Angebot unbebauter Fläche und Landschaftserhalt.
    Die BI möchte das Grundstück behalten, denn Grundstücke sind einer ständigen Wertsteigerung unterworfen durch steigende Bodenpreise.
    Das Grundstück ist zur weiteren Entwicklung des Tourismus wichtig.
    Es darf nicht verkauft werden, um offene Möglichkeiten zur weiteren Gestaltung im Tourismusbereich zu haben.
    Beispiele: Für den Triathlon, Beach-Volleyball, Badminton, weitere Spielangebote, Ruhebänke, Liegen, Feuerstellen

  • Zum Tourismus in Immenstadt mit Naturpark Nagelfluh, Alpseehaus, Rodelbahn und Klettergarten passt ein naturverträglicher „Sanfter Tourismus“ mit Angeboten für Familien.

  • Anstelle des großen Flächenverbrauchs von 16.000 Quadratmetern sollten vorhandene bebaute Flächen nachverdichtet
    und modernisiert werden.

  • Der Große Alpsee war schon immer Ziel von Tagestouristen. Diese sollten möglichst zu Fuß gelenkt werden, Parkplätze sollten an der Bundes- und Staatsstraße angelegt sein.
    Immenstadt sollte für Fußgänger wie ein großer Landschaftspark vom Kleinen und Großen Alpsee bis zum Hauser Strandbad verbunden werden. Ruhebänke, gastronomische Angebote, Verleih von E-Bikes oder Rollern könnten die Attraktivität erhöhen.   

  • Wertschöpfung durch Touristen am Ort verspricht „Sanfter Tourismus“.
    Denn der Gast verweilt im Ort, nutzt öffentliche Verkehrsmittel und besucht die heimischen Geschäfte und Gastronomen.
    Urlauber im gehobenen 5-Sterne-Tourismus fahren erfahrungsgemäß weg und geben Geld an anderen Orten aus (z.B. am Bodensee, in Neuschwanstein, in Kempten).

  • Das Hotel wird Immenstadts Finanzmisere nicht beheben.