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Stellungname der „Bürgerinitiative zum Erhalt der Alpseelandschaft“zur Wiederaufnahme der Hotelplanung am Großen Alpsee

 

 

 

Am 22. Februar 2015 hatten sich über 61 % der Immenstädter, auch die Mehrheit in Bühl, in einem Bürgerentscheid gegen den Bau eines Hotels am Alpsee-Ufer ausgesprochen. Bgm. Schaupp äußerte damals: “Es wird auf absehbarer Zeit an dieser Stelle keine Entwicklung stattfinden.“ Keine zwei Jahre sind vorbei, da stellt Bürgermeister Schaupp in der Stadtrat-Sitzung vom 16.02.2017 ein Architekturbüro aus Frankfurt vor, das ein noch größeres Hotel an gleicher Stelle bauen will. Von dem Bürgerentscheid wussten die Bewerber nichts.

 

Der Große Alpsee ist einer der letzten unbebauten Seen in Bayern und damit ein echtes Erbe für die nachkommenden Generationen. Eine Studie der Uni Augsburg ergab, dass 86 % der Befragten einer unbebauten Uferlandschaft am Großen Alpsee hohe Bedeutung zumessen.

 

2.700 Wähler fragen sich, was hat die Stadt in den zwei Jahren für den Tourismus getan? Hat sie ein städtebauliches Entwicklungskonzept für Bühl erstellt?, ein Tourismuskonzept?, ein Verkehrskonzept?

 

Die Bürgerinitiative hat in Gesprächen mit anderen Investoren bewiesen, dass sie auch nach dem Bürgerentscheid eine Hotelplanung in Bühl unterstützt. Professor Wagner hatte bei seinem Vortrag im Pfarrheim bessere Standorte herausgearbeitet. Dazu gehörte ein Standort am Campingplatz. im Anschluss an die Bebauung  am See und einer am Kleinen Alpsee im Kombination mit dem Freibad.

 

Doch der jetzt wieder aufgegriffene Hotel-Standort wird abgelehnt. Die BI fühlt sich den Wählern verpflichtet, den Willen der Immenstädter Bürger mit Nachdruck zu vertreten. 

 

 

 

„Im zweiten Anlauf soll es klappen“, war die Überschrift in der Allgäuer Zeitung. Das klingt sehr zuversichtlich, angesichts von zuletzt 2.700 Gegenstimmen, wo doch 3.100 zur Wahl des Bürgermeisters reichten. Nachdem sich an der Sachlage nichts geändert hat, sollten Bürgermeister und Stadträte Mut und Moral zeigen, den Bürgerwillen ernst nehmen und auf einen weiteren Anlauf an diesem Ort verzichten. Es liegt bei der Stadt, einen neuen Bürgerentscheid zu vermeiden.